Frankfurt - Der Prozess gegen eine Bande professioneller Kokainhändler ist am Dienstag vor dem Landgericht mit Haftstrafen zu Ende gegangen. Ein 35 Jahre alter Mann aus der Dominikanischen Republik erhielt mit elf Jahren Haft die höchste Strafe. Laut Urteil organisierte er in zentraler Funktion 13 Kuriertransporte, bei denen Kuriere insgesamt 15 Kilogramm Kokain schluckten und im Körper nach Deutschland brachten.
Ein 35-jähriger Barbetreiber aus Deutschland erhielt sieben Jahre und drei Monate Haft, eine polnische Kurierin (34) sieben Jahre. Die übrigen sechs Angeklagten wurden zu Strafen von einem bis sechseinhalb Jahren verurteilt, je nach Tatbeteiligung. Der mutmaßliche Chef der Bande soll mittlerweile in seiner dominikanischen Heimat einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein.
In dem lange andauernden Prozess hatten die Angeklagten erst gegen Ende gestanden. Bei der Telefonüberwachung eines Rauschgiftkäufers war die Sache 2005 ans Licht gekommen. Mit der höchsten Strafe überstieg die Strafkammer den Antrag der Staatsanwaltschaft noch um zwei Jahre. dpa
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