Sosua: Brennende Autoreifen und Proteste seit dem Tod des stellvertretenden Staatsanwaltes Ceballos. Viele Einwohner von Sosua, Sosua Abajo und Charamicos fordern den Kopf des Staatsanwaltes von Puerto Plata und der Verantwortlichen der DNCD in Santo Domingo. Der Generalstaatsanwalt Radhames Jimenez hat eine spezielle Untersuchungskommsion eingesetzt die den Fall aufklären soll. Auch die Menschenrechtskommision, vertreten durch Domingo Porfirio Rojas Nina, fordert eine seriöse und gewissenhafte Aufklärung des Falles. Die Staatsanwälte Frank Soto und Bolívar Sánchez haben die Operation geleitet und stehen nun mächtig unter Druck. Die DNCD sagte, daß von ihren 15 Beamten nur 4 an der Operation beteiligt waren.
Die offizielle Version: Gegen Ceballos liefen seit Wochen Untersuchungen wegen Amtsmißbrauch, Beteiligung an Mord und an Drogengeschäften durch die innere Abteilung der Polizei. Aus diesem Grund kamen die Staatsanwälte aus Santo Domingo um Ceballos zu verhaften. Da sie den offiziellen Haftbefehl in Puerto Plata erst sehr spät bekommen hatten, konnten Sie erst am Abend nach Sosua Abajo fahren um Ceballos zu verhaften. Als Sie ihn stellen wollten eröffnete dieser das Feuer und die Agenten der DNCD und der Polizei erwiederten das Feuer. Dabei soll Ceballos auch einen Polizisten verletzt haben.
Die Version, die von Teresa Acosta in allen Nachrichten und Fernsehsender bezeugt: Sie selbst war am späten nachmittag noch mit Ceballos zusammen beim Essen und da sie in der Nähe von ihm wohnt, habe er sie dann heimgefahren. Kurz zuvor bekam Ceballos einen Anruf, daß jemand festgenommen worden sei, den er kannte. Bevor sie dann heimgefahren sind fuhren sie auf die Polizeidienststelle von Sosua, um nachzufragen was passiert ist. Dort stellte sich heraus, daß niemand verhaftet worden war, den Ceballos kannte. Als Sie dann nach Sosua Abajo kamen und links einbogen, kamen 4-5 große Jeppetas und eines der Fahrezuge bremste vor dem Auto von Ceballos so stark ab, daß er eine Vollbremsung machen mußte. Daraufhin schrie Ceballos: Dios mio, die bringen mich um, bring dich in Sicherheit , die habens auf mich abgesehen, die bringen mich um. Als er das noch nicht mal richtig ausgesprochen hatte wurde er schon am Kopf durch einen Schuß getroffen. Er war im Auto angeschnallt und hatte keinen einzigen Schuß abgegeben. Die Reporterin hat sich auf der rechten Seite aus dem Auto geschlichen und konnte sich in einem Colmado in Sicherheit bringen. Die Beamten feuerten auf das Auto insgesamt 46 Schüsse ab und haben laut der Reporterin ihren eigenen Mann angeschossen, damit die Geschichte glaubhaft klingt. Danach haben sie die ganzen Häuser durchsucht um auch die Reporterin zu finden, was aber nicht gelang. Die Reporterin sagt, daß Ceballos am darauffolgenden Tag in einem Fernsehsender ein Interview geben wollte, gerade über die Verstrickung von Offiziellen in die Drogenszene. Die Führung der PLD in Sosua, die Familie von Ceballos und viele Freunde und Bewohner von Sosua und Sosua-Abajo glauben der Reporterin und wollen nicht aufgeben, bis der Fall bis ins kleinste Detail geklärt ist.
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